Tirol
Ein wenig Geografie zu Beginn: Das Bundesland Tirol ist in Österreich in zwei Teile geteilt: in Nord - und in Osttirol. Südtirol, die heutige Provinz Bozen, gehört seit dem Ende des ersten Weltkriegs zu Italien und ist dort wie auch Trentino ein autonomes Gebiet, das bedeutet, es hat besondere Rechte (die Landessprachen sind deutsch sowie italienisch).
Wenn du von Nord - nach Osttirol möchtest, dann mußt du entweder durch Salzburg oder durch Südtirol. Die Landschaft Tirols ist geprägt von Bergen, denn es liegt zur Gänze in den Alpen: den nördlichen Kalkalpen und den Zentralalpen. Deshalb wurde es auch das "Land im Gebirge" genannt.
Die Landeshauptstadt:
Innsbruck ist die Landeshauptstadt von Tirol und liegt am Inn. Daher leitet sich auch der Name Innsbruck ab: die Brücke über dem Inn. Ursprünglich wurde das Gebiet vom Volk der Räter bewohnt. Die Römer drangen vor ca. 2000 Jahren in das Gebiet, wodurch auch das Rätoromanische entstand. Innsbruck ist von Bergen umgeben: im Norden erstreckt sich das Karwendelgebirge mit der Nordkette, auf die Seegrube und Hafelekar führt eine Seilbahn; im Süden ragt als Hausberg der Patscherkofel, der ebenfalls mit einer Seilbahn erreichbar ist. Daher fanden hier 1964 und 1976 auch die olympischen Winterspiele statt. Der höchste Berg Tirols ist die Wildspitze. Dieser Berg liegt in den Ötztaler Alpen und ist 3774 m hoch. Wie ein großer Teil dieser Alpen ist auch der Gipfel der Wildspitze vergletschert.Besonders Kaiser Maximilian I. machte es zu einer wichtigen Stadt im Kaiserreich. Er ließ den Wappenturm und das goldenen Dachl bauen und das Grabmal errichten, wo er jedoch nicht begraben wurde.
Das goldenen Dachl ist das Wahrzeichen der Stadt. Es gehört zu einem Prunkerker (ein besonders schöner Vorbau an der Fassade des Hauses). Von diesem Erker aus, konnten die Angehörigen des Hofes die Turniere beobachten, die am Platz darunter abgehalten wurden. Das Dach dieses Erkers ist mit feuervergoldeten kupfernen Schindeln gedeckt und erhielt daher seinen Namen. Im Jahr 1849 wurde Innsbruck zur Landeshauptstadt. Innsbruck hat heute ungefähr 120.000 EinwohnerInnen. Da Innsbruck eine Universitätsstadt ist, kommen viele junge Menschen in die Stadt, um hier zu studieren.
Wirtschaft und Geschichte:<//span>
Tirol wurde dann im Laufe der Zeit von verschiedenen Grafen von Eppan verwaltet. Die Grafen von Andechs besaßen große Gebiete in Nordtirol, erbauten die Burg Ambras und gründeten 1120 Innsbruck.
Schließlich kam fast das ganze Land an die Grafen von Tirol. Ihre Stammburg ist Schloss Tirol in der Nähe von Meran. Erst der Tiroler Landesfürst Graf Meinhard II. vereinte durch Kauf, Verträge, Erbe und Kampf das Land. Margarete Maultasch übergab das Land im Jahr 1363 an die Habsburger. Wegen seiner besonderen Lage, der Verbindung nach Italien, vor allem nach Rom und anderen Erbländern im Südwesten, gaben sie dem Land einen Sonderstatus. Innsbruck wurde zum Zentrum Tirols.
Eine wichtige Persönlichkeit für die TirolerInnen ist der Widerstandskämpfer Andreas Hofer. Als Tirol 1809 unter die Herrschaft der Bayern kam, organisierte der Wirt aus Südtirol mehrere Aufstände gegen die Bayern und deren Verbündete, die Franzosen. In insgesamt vier Bergisel-Schlachten sollte Tirol befreit werden. Die letzte Schlacht wurde jedoch verloren und Andreas Hofer wurde in Mantua hingerichtet. Sein Grab ist heute in der Hofkirche in Innsbruck.
Der älteste und wohl bekannteste Bewohner Tirols ist „Ötzi“. Er wurde 1991 gefunden. Ötzi war etwa 1,60 Meter groß, um die 35 Jahre alt, und vor über 5 000 Jahren am Hauslabjoch auf 3219 m Höhe gestorben, als er wahrscheinlich Ziegen hütete.
Der Tourismus, insbesondere der Skitourismus, ist eine wichtige wirtschaftliche Einkommensquelle der TirolerInnen.
Der Transitverkehr auf der Brennerautobahn ist eine große Belastung durch die Abgase und den Lärm für die Tiroler Bevölkerung. Täglich fahren hier tausende LKW`s auf der wichtigsten Nord-Süd-Verbindung Europas durch das Land. Die Bevölkerung hat schon BürgerInneninitiativen und Autobahnblockaden organisiert, aber bis jetzt war ihr Widerstand vergeblich.

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